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Lass das Leben auf dich regnen...

Autor: Freddy | Datum: 26 März 2013, 06:38 | Kommentare deaktiviert

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…denke ich mir schon das ganze Jahr. Und besonders im letzten Monat habe ich das in die Tat umgesetzt. Der eine Stunde zu spät gestellte Wecker macht den Regenanfang und beweist, dass Manu und ich in 5 Minuten um halb 5 Uhr nachts aufspringen, Packen, ein Taxi kriegen und noch rechtzeitig zur Bushaltestelle gelangen können… nach so viel Stress am frühen Morgen sitzt Manu auf der Bank und fängt ohne Kommentar an zu singen „Wenn der Bus umfällt sind wir alle, alle tot…“
10 Stunden Bus, einen atemberaubenden Grenzübergang mit coolem Wasserfall haben wir dann auf uns regnen lassen, eine  kleine bunte Stadt voller Obststände (Birne gegen Handynummer ;) ), nochmal 12 Stunden Busfahrt am nächsten Tag, ein Geburtstagsständchen von Manu und Mona nur  für mich während ich mit Durchfall und kindkriegenden Schmerzen auf dem Klo hänge. Happy Birthday! Nur 6 Stunden Fahrt am darauffolgenden Tag… tellerflaches Land so weit das Auge reicht als sich plötzlich die Usambaraberge als hünenhafte Giganten aus dem aufwirbelnden Staub der Straße erheben…Ankunft in Lushoto, endlich, aber über lange Busfahrten werde ich mich nie wieder beschweren.
Ein tolles, entspannendes, Horizont erweiterndes Zwischenseminar regnet auf uns herab, plätschert die Tage nur so dahin, schenkt neue Freunde und in Form von 4 prächtigen Mahlzeiten am Tag alle Kilos, die vorher abgenommen wurden, wieder drauf und noch ein paar dazu, fließt als ruhige aber spannende Zeit vor sich hin und macht mir Vorsätze, die meine weitere Zeit in Ruanda hoffentlich bereichern werden; rettet sogar vielleicht ein Stück meines Glaubens indem ich mir vornehme mal öfters mit dem zu reden, der mir das Licht und den Regen, die Usambaraberge, alle Menschen der Erde und die Zeit geschenkt hat.

Schließlich trennen sich dann doch die Wege denn alles hat mal ein Ende, dafür fängt die 12-stündige Busfahrt von Lushoto nach Daresalam gerade erst an. Die Nacht regnet auf uns und vor dem müde ins Bettfallen noch der San Franciscaner Kenta, mit dem Maren und ich über Astrophysik und Afrika und Schaukeln reden. Am Morgen geht die Fähre und Zanzibar strömt auf uns ein, mit seinen Gassen und Gerüchen und den Häusern, die mich so sehr an Florenz erinnern, der arabische Einfluss in der Architektur, den Gesichtern der Menschen, der Religion, Islam endlich einmal anders erleben; ungehindert von der ach so nervigen deutschen Islam-Fubie; als faszinierenden Glauben; Augenblicke strömen auf mich ein, respektvolle Begrüßungen, erbarmungsloses Feilschen um Schmuck, Ringe, am Straßenrand essen wir eine Kokosnuss, auf dem Markt, der aus tausend Farben besteht, probieren wir Früchte und Gewürze, ein alter Händler schenkt mir eine Holzperle, die ich zu den anderen in mein Haar stecke; „Rasta“ werden Maren und ich andauernd gerufen.

James, unser privater Kontakt, bei dem wir übernachten, könnte gechillter nicht sein, sein Kopf nickt unter der Last seiner riesigen Dread-Mähne, die er unter einer gewaltigen Rastafari-Mütze versteckt hat, auf und ab. Reaggemusik rund um die Uhr, nette Menschen, ein riesiger Essmarkt nachts in Stonetown. Quatschen mit einem verrückten gutaussehendem Kauz aus Dubai, vier Massai in unserem Alter, einem 14jährigen Jungen, der zwischen den Sätzen zusammen mit seinem 40 Jahre alten Kumpel andauernd an seiner Schischah zieht.
Dann geht es an die Ostküste, zu James Freunden, die zwischen den Hotelblöcken ein wunderschönes Gelände mit Palmen, Muschelbeeten und rebbedeckten Holzhütten haben. Fünf Euro pro Person pro Nacht, schnorcheln, schwimmen, Supp-board fahren jedes Mal mit der Vorfreude auf den Abend, wenn wir zurückkommen und mit unseren Rastafarifreunden deliziöses Essen kochen, am Feuer sitzen, quatschen, Essen genießen! Der Augenblick, an dem ich eine wichtige Entdeckung mache, regnet auf mich herab; ein einziges bekanntes Sternenbild seh ich am Südhimmel; den großen Wagen, umgedreht und heller denn je. Mein Himmel reicht also doch weit genug, das Meer macht nichts aus.
Tapetenwechsel, es geht an die Nordküste. Wunderschönes Hotel mit Meerblick und Chiller-Loungen ohne Ende, ein Brasilianer, drei Dänen, der Sternenhimmel, eine Ananaszigarre, Regenzeit. Südsee ist cool, aber Dänemark ist einfach schöner ;-)

Es hört nicht auf zu regnen, es regnet noch viel mehr Busfahrten, von Daresalam nach Moshi nach Arusha, nach Kahama, nach Hause. Zwischenhalte und Besuche bei den auf dem Seminar kennengelernten anderen Freiwilligen, Abende voller Schokolade –sogar einmal Spekulatius!- Gesprächen, Witzen. Bei Mira und Eva in Newland sammeln wir aus dem Kopf Länder Afrikas und sind echt stolz auf uns, aber wir haben Tunesien und Sambia vergessen, wie kann das denn passieren.
In Kahama, als sich unsere Wege längst getrennt haben und ich allein unterwegs bin, wird mein Kanga (Umbinde-Stoff) gelobt, alle anderen Weißen kämen ja immer nur mit viel zu kurzen Hosen an, bekomme Birnen, Bananen, Äpfel geschenkt und das Kinyarwanda hat mich wieder. 4 Stunden Busfahrt vor der Grenze treffe ich einen Jungen aus Burundi mit dem ich mich endlich wieder in „meiner“ Sprache unterhalten kann, aber jetzt mische ich meinen ganzen Kiswahili-Wortschatz dazu, das macht noch viel mehr Spaß.

„Was machen Sie?“
                           -„Nichts. Ich lasse das Leben auf mich regnen.“

                                                                  Rahel Varnhagen

 

Rückblick: Weihnachten und Silvester

Autor: Freddy | Datum: 11 Februar 2013, 14:13 | Kommentare deaktiviert

Weihnachten

wird hier in Ruanda am 25. gefeiert. Deshalb haben wir "Weißen" am 24. ein deutsches, traditionelles Fest zusammen und am 25. das ruandische Weihnachten seperat gefeiert. Das sah in etwa so aus:
Um 10 Uhr früh gab es einen 3-stündigen Gottesdienst mit übersetzten, europäischen Weihnachtsliedern, dann trafen sich die Familien -oder wie in meinem Fall: einige Familien waren beim Bischof eingeladen- zu einem gemeinsamen Essen.
Geschenke wurden, soweit ich es gesehen habe, keine überreicht.
Abends gibt es dann nochmal ein Essen in den Familien.
Ein Highlight ist der amerikanisch angehauchte, bunt blinkende, kleine Plastikweihnachtsbaum in der Kirche, außerdem versammelt sich zuhause die Familie vor dem Radio und hört gemeinsam das "Weinen Jesu"; eine aufgenommene Babystimme eines Senders.

Während ich Weihnachten im Dorf verbrachte, habe ich Silvester mit einigen Mitfreiwilligen in Kigali gefeiert. Feuerwerk gab es keines, dafür eine ziemlich gute Tanz-Nacht in einem kigalischen Club.
Einige Punkte sind mir besonders ins Auge gefallen:

  1. Ruander/innen KÖNNEN einfach tanzen.
  2. In Ruanda wünscht man sich bis in den Februar hinein noch ein "Frohes Neues Jahr" (Umwaka mushya muhire), wenn man jemanden erst dann sieht.
  3. Ohne lautes Geknalle kommt man auch ziemlich gut ins Neue Jahr! 
  4. Weihnachten mit Sonnenschein, immergrünen Bananenbäumen, ohne Vorbereitung, Liedern und Kerzen in den Fenstern ist einfach kein Weihnachten. Schluss!

 

 

 

Ein Lebenszeichen

Autor: Freddy | Datum: 11 Februar 2013, 13:47 | Kommentare deaktiviert

Hallooo meine lieben Blog-Leser!!

Es tut mir furchtbar leid, dass ich solange ncihts hab von mir hören lassen... Internet ist in einem Alltag voller "Action" eher spärlich gesäht, außerdem sammle ich schon fleißig für meinen Rundbrief und damit mir die Ideen nicht ausgehen, kann ich leider weniger hier schreiben.

Aber wenigstens ein kleines Update: Mir geht's gut, ich hab mich eingelebt, auch wenn die weniger schönen Momente trotzdem weiterhin existieren. Ansonsten bin ich -meines Erachtens- eine gute Schwester im Krankenhaus geworden, die schon relativ selbstständig arbeiten kann. Von der Maternité hab ich letzte Woche zum Operation-Theater gewechselt (so lautet der Begriff auf Englisch)  und verfeinere meine Erfahrungen in steriler OP-Vorbereitung (Apsesie) und OP-Assistance. Ab und zu helfe ich dem Physiotherapeuten, Brüche zu richten (wobei ich vor allem mit Kindern fast mitweine, wenn der Knochen ohne Anesthesie korrigiert wird, Wunden zu nähen, etc.

Seit Dezember habe ich viele Freunde dazugewonnen, die jetzt leider fast alle auch schon wieder in die Städte ausgeflogen sind, um zur Schule zu gehen oder zu studieren. Dafür habe ich mich mit den Schülern der Kigeme Secondary School angefreundet, die direkt neben meinem Haus positioniert ist, und gehe mit einigen von ihnen fast täglich Basketball spielen.
Insgesamt bleibe ich zwar permanent brav in meinem Dorf, mein Haus wird dennoch nur zum Schlafen benutzt. Ich treibe mich bei Nachbarn, im Dorfzentrum, in der Kirche, Schule oder im Flüchtlingscamp herum und bin gefühlt irgendwie ständig unterwegs.
Ende Februar geht's auf nach Tanzania, zum VEM-Zwischenseminar und ein wenig Urlaub... wobei ich jetzt schon ein schlechtes Gewissen habe, meinem Dorf so lange den Rücken zu kehren!


Ganz liebe Grüße!
Eure Freddy

PS: Mehr im Rundbrief!

 

Mein Kaninchen(fell)

Autor: Freddy | Datum: 16 Dezember 2012, 06:22 | Kommentare deaktiviert

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Eben (Samstag, 15.12.) ist etwas Lustiges passiert. Der Hausboy (in Ruanda ist es üblich, jemanden bei sich wohnen zu lassen, der für‘s Kochen und Waschen zuständig ist) meiner Nachbarn, Sylve, rief mich zu sich und neugierig spähte ich über den Zaun… Was ich sah, erschreckte mich zuerst. Gerade hatte er dem Hasen in seiner Hand mit einem gezielten Schlag das Genick gebrochen und hängte ihn in diesen Moment an den Hinterläufen auf… Er zog ihm mit einem Messer die Haut ab (es war viel zu interessant, um sich abzuwenden, auch wenn ich es wollte!), dann legte er das Fell beiseite und schnitt das Fleisch auf. Jetzt weiß ich auch, warum es heißt „Das Fell über die Ohren ziehen“; man fängt am Hinterteil an und kann die Haut über die Ohren, wie ein T-shirt ausziehen…
„Was machst du mit dem Fell?!“ fragte ich neugierig und eine heißte Diskussion auf Kinyarwanda entbrannte. „Den Hühnern geben“ – „Das kannst du nicht machen! Damit kann man soviel anstellen!“ -  „Was denn?!“ – „Ich geb‘ dir Geld und du mir das Fell!“ – „Nein, das ist nicht gut, das schmeckt nicht!“ – „Ich will das doch nicht ESSEN!!“
Aber er verwehrte mir das Fell trotzdem, sodass ich kurzerhand um das Haus herum und in den Nachbarhof lief, um es mir selbst zu holen. Sylve war gerade dabei, die Eingeweide des Hasen herauszuholen. Mein medizinisches Interesse brannte mit mir durch und ich verlangte, das Herz zu sehen. Es schlug sogar noch, klasse! Nachdem ich es ausführlich mit Augen und Fingern untersucht hatte, durfte er es den Hühnern vorwerfen, die sich drum kloppten wie sonstwas. Anschließend zog ich mit meinem Fang von dannen, der jetzt in meinem Tiefkühlfach liegt (bin ich froh, dass ich eins hab!!).
Hat jemand einen Tipp zum Gerben? Ich hab übrigens nur Salz, Öl und vielleicht Essigsäure; mehr gibt’s nicht. Geht das trotzdem? Hoffe, ich hab niemanden zu sehr abgeschreckt!

Eure (experimentierfreudige) Freddy!

 

Mein Essen

Autor: Freddy | Datum: 16 Dezember 2012, 06:21 | Kommentare deaktiviert

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Worüber ich noch kein Wort geschrieben habe, was aber doch –wie die, die mich kennen, wohl wissen- einen essentiellen Teil meines Lebens füllt, ist: Das Essen!

Wirklich von deutschem Essen unterscheiden sich die Hauptnahrungsmittel nicht; aber einige Gerichte und Essensgewohnheiten sind doch schon etwas anders.
Morgens wird in den meisten Familien „Igikoma“ gegessen; das ist Porridge, der aus einem bestimmten Mehl („Sosoma“) zubereitet wird. Nach dem Kochen in Wasser ergibt sich ein dickflüssiger Brei, der mit Zucker vermischt getrunken wird. Ansonsten wird morgens Weißbrot, Omelette, etc. zu sich genommen. Mit Abstand am besten schmeckt mir Brot mit frischer Avokadocreme!
 Sowohl mittags als auch abends wird gekocht. Die einfachste Speise ist natürlich Bohnen mit Reis.
Abends wird es –zumindest in den reicheren Familien – etwas umfangreicher. Bevor ich darauf genauer eingehe, möchte ich erst einmal die Grundnahrungsmittel erläutern.
 In Ruanda wird alles gegessen, was das Land selbst produziert: Kochbananen, Kartoffeln, Reis, Mais, Gemüse, Maniok, Kuh-, Ziegen- und Hühnerfleisch. In den Restaurants werden zudem Nudeln angeboten. Typische Gerichte sind folgende (einiges wiederholt sich hier, weil nicht wie in Deutschland so ein großes Drumherum um die einzelnen Speisen gekocht wird):

In Öl gebratene Kartoffeln (also quasi Pommes)
Reis
Maismehlkuchen (herzhaft)
Casava-Brot (Ubugori) [aus Maniokwurzeln gewonnenes Mehl, das in Wasser gekocht wird 
                                          und als fester Brei zusammen mit Soße gegessen wird]
Maniok-Wurzeln [gekocht]
Kochbananen
Kochbananenbrei [wird in den Blättern eines Bananenbaums gekocht, bis er weich wird]

Zum Essen werden immer mindestens zwei dieser Gerichte serviert, z.B. Reis und Pommes oder Reis und Casava-Brot. Dazu gibt es dann eine Soße, meist aus Tomaten, Bohnen, Zwiebeln und Mini-Auberginen, die mit Erdnussmehl verdickt wird. Außerdem steht immer Imboga auf dem Tisch; eine Art Spinat/Grünkohlmix mit Bohnen sowie eine Fleischbeilage. Zum Nachtisch werden kleinen Bananen oder Maracujas serviert.
 Nach meiner Erfahrung wird meistens  -außer die Familie hat einen Esstisch und genug Stühle-, - Buffet gegessen, d.h. auf einem Tisch stehen dann ca. fünf bis sechs Töpfe, aus denen sich jeder nimmt und sich anschließend mit dem Teller auf’s Sofa setzt.
Als Gast darf ich mir zuerst nehmen, dann tut die/der Ältere dem Vater, der Mutter und kleinen Kindern auf, wonach der Jüngste in der Familie (außer 10 Jahre oder jünger) wiederum diesem älteren Geschwisterkind, das zuvor serviert hat, den Teller füllt und sich anschließend, zum Schluss,  selbst nimmt. Getrunken (Schwarztee mit Milch und 4,5 Löffeln Zucker) wird vorher oder hinterher.
 Bei meiner Freundin Chantal, die in ärmeren Verhältnissen lebt, essen wir alle zusammen von einem oder zwei Tellern, was irgendwie am schönsten ist, wie ich finde.
Neben den Speisen gibt es natürlich auch noch die einheimischen Früchte wie Bananen (große und kleine), Ananas, Mangos (kleine aus Ruanda, große aus Burundi importiert), Papayas, Maracujas, Orangen, Äpfel (aber teuer), Zitronen sowie einige Früchte, die ich vorher nicht kannte: Ibinyumoro, die „Baumtomate“, eine längliche 7cm große Frucht, die ausgelöffelt oder (nach meiner Lieblingsmethode) geköpft und ausgelutscht wird. Sie schmeckt säuerlich und irgendwie nach allen anderen Obstsorten gleichzeitig. Nach Himbeer-Mango-Yoghurt schmeckt eine kleine, verschrumpelte, gelbe Frucht, die innen blassrosa ist und deren Namen ich nicht weiß.
Egal wie bekannt die Früchte auch in Deutschland sind: Hier schmecken sie einfach –natürlich und unimportiert aus fernen Ländern – 100mal genialer als zuhause. Die Bananen sind ein Traum (klein wie sie sind, kann man auch mal eben 10 aufeinmal essen!) und als ich das erste Mal Ananas gegessen habe, dachte ich, mein Mund würde vor Säuerlichkeit, Süße und Frische gleich explodieren. Also: Nieder mit den „deutschen“ Ananas! ;-)
Ansonsten gibt es noch vier kleine, andere Genüsslichkeiten, die man hier für furchtbar wenig Geld in jedem Shop oder auf der Straße kaufen kann:
                                -Cake (so lautet auch der Kinyarwanda-Name; leicht zu merken ;) ): ein
                                           superleckerer kleiner Kuchen (ähnlich Sandkuchenteig) in Herzchen-, Brot-      
                                           oder Muffinform              
                                - Amandasi: kaum zu beschreiben, also unbeschreiblich lecker! Ein Teig aus Mehl,
                                                      Eiern und Zucker wird zu kleinen Ballen geformt und in purem Fett ge-
                                                      braten.
                                - Chapati: eine Art herzhafter Pfannkuchen – Mehl, Wasser, Eier, Öl, Zwiebeln und
                                                  etwas Salz werden zu einer plätzchenteigähnlichen Masse verknetet und
                                                  in der Pfanne mit viel Fett in Sekundenschnelle gebraten.
                                - Sambusa: eine frittierte Teigtasche, gefüllt mit Hackfleisch, meist scharf gewürzt=
                                                     der absolute Traum!    
   

 Nachdem ich all diese super leckeren Speisen und Gerichte probiert habe, bin ich –so toll sie auch sind – trotzdem ziemlich froh über den europäischen Sinn für kreatives Kochen! Dass man zum Beispiel allein aus Kartoffeln nicht nur für Pommes, sondern auch für Kartoffelbrei, Bratkartoffeln, Auflauf, Suppe, Reibekuchen, etc. zaubern kann, wäre hier undenkbar und mit dem einfachen Reste-Zusammenmixen (z.B. ein Reis-Käse-Zwiebel-Tomaten-Eier-Avokado-Mix oder eine Kartoffel-Paprika-Möhren-Pfanne) stoße ich auf vollkommene Verständnislosigkeit und Kopfschütteln. Naja, dafür hab ich dann mehr ;-).
Bleiben als letzte Rettung nur noch Pfannkuchen nach purer deutscher Art, mit denen man ihnen ausnahmsweise wirklich eine Freude macht!

 

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