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Rückblick: Weihnachten und Silvester

Autor: Freddy | Datum: 11 Februar 2013, 14:13 | Kommentare deaktiviert

Weihnachten

wird hier in Ruanda am 25. gefeiert. Deshalb haben wir "Weißen" am 24. ein deutsches, traditionelles Fest zusammen und am 25. das ruandische Weihnachten seperat gefeiert. Das sah in etwa so aus:
Um 10 Uhr früh gab es einen 3-stündigen Gottesdienst mit übersetzten, europäischen Weihnachtsliedern, dann trafen sich die Familien -oder wie in meinem Fall: einige Familien waren beim Bischof eingeladen- zu einem gemeinsamen Essen.
Geschenke wurden, soweit ich es gesehen habe, keine überreicht.
Abends gibt es dann nochmal ein Essen in den Familien.
Ein Highlight ist der amerikanisch angehauchte, bunt blinkende, kleine Plastikweihnachtsbaum in der Kirche, außerdem versammelt sich zuhause die Familie vor dem Radio und hört gemeinsam das "Weinen Jesu"; eine aufgenommene Babystimme eines Senders.

Während ich Weihnachten im Dorf verbrachte, habe ich Silvester mit einigen Mitfreiwilligen in Kigali gefeiert. Feuerwerk gab es keines, dafür eine ziemlich gute Tanz-Nacht in einem kigalischen Club.
Einige Punkte sind mir besonders ins Auge gefallen:

  1. Ruander/innen KÖNNEN einfach tanzen.
  2. In Ruanda wünscht man sich bis in den Februar hinein noch ein "Frohes Neues Jahr" (Umwaka mushya muhire), wenn man jemanden erst dann sieht.
  3. Ohne lautes Geknalle kommt man auch ziemlich gut ins Neue Jahr! 
  4. Weihnachten mit Sonnenschein, immergrünen Bananenbäumen, ohne Vorbereitung, Liedern und Kerzen in den Fenstern ist einfach kein Weihnachten. Schluss!

 

 

 

Ein Lebenszeichen

Autor: Freddy | Datum: 11 Februar 2013, 13:47 | Kommentare deaktiviert

Hallooo meine lieben Blog-Leser!!

Es tut mir furchtbar leid, dass ich solange ncihts hab von mir hören lassen... Internet ist in einem Alltag voller "Action" eher spärlich gesäht, außerdem sammle ich schon fleißig für meinen Rundbrief und damit mir die Ideen nicht ausgehen, kann ich leider weniger hier schreiben.

Aber wenigstens ein kleines Update: Mir geht's gut, ich hab mich eingelebt, auch wenn die weniger schönen Momente trotzdem weiterhin existieren. Ansonsten bin ich -meines Erachtens- eine gute Schwester im Krankenhaus geworden, die schon relativ selbstständig arbeiten kann. Von der Maternité hab ich letzte Woche zum Operation-Theater gewechselt (so lautet der Begriff auf Englisch)  und verfeinere meine Erfahrungen in steriler OP-Vorbereitung (Apsesie) und OP-Assistance. Ab und zu helfe ich dem Physiotherapeuten, Brüche zu richten (wobei ich vor allem mit Kindern fast mitweine, wenn der Knochen ohne Anesthesie korrigiert wird, Wunden zu nähen, etc.

Seit Dezember habe ich viele Freunde dazugewonnen, die jetzt leider fast alle auch schon wieder in die Städte ausgeflogen sind, um zur Schule zu gehen oder zu studieren. Dafür habe ich mich mit den Schülern der Kigeme Secondary School angefreundet, die direkt neben meinem Haus positioniert ist, und gehe mit einigen von ihnen fast täglich Basketball spielen.
Insgesamt bleibe ich zwar permanent brav in meinem Dorf, mein Haus wird dennoch nur zum Schlafen benutzt. Ich treibe mich bei Nachbarn, im Dorfzentrum, in der Kirche, Schule oder im Flüchtlingscamp herum und bin gefühlt irgendwie ständig unterwegs.
Ende Februar geht's auf nach Tanzania, zum VEM-Zwischenseminar und ein wenig Urlaub... wobei ich jetzt schon ein schlechtes Gewissen habe, meinem Dorf so lange den Rücken zu kehren!


Ganz liebe Grüße!
Eure Freddy

PS: Mehr im Rundbrief!