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Exklusiver Kleidungsstil

Autor: Freddy | Datum: 27 Oktober 2012, 23:03 | Kommentare deaktiviert

Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE Heute habe ich eine kleine Geschichte für euch.

Ich gehe morgens wie gewohnt um fünf vor sieben aus der Haustür. An meinem Haus läuft ein Mädchen vorbei und ich denke assoziativ an eine Freundin aus Deutschland – ah, ich seh auch, warum; sie trägt dieselbe dunkelblau-hellblaue Fliesjacke, die Elly auch immer getragen hat. Lustig, welch cooler Zufall.
Im Krankenhaus begegnet mir der allzu bekannte Muzungu-Ruf. Er kommt von einem kleinen Mädchen aus dem Flüchtlingslager, das in seinem rosa Hello-Kitty-Kleid vor mir steht und winkt.
 Ah, dort drüben ist Antoine, mein Krankenhaus-Freund. Schönes Snoopy-T-shirt, mit allen, die dazugehören: Woodstock, Charlie Brown, dem komischen Typ, der seine Schmusedecke überall hinschleppt…
Der Kollege im Stuff-Meeting ist also für Globalization, zumindest steht das auf seinem Shirt. Und die 70-jährige kongolesische Patientin mit der Aszites unterstützt eine amerikanische Footballmannschaft –warum sonst sollte sie dieses hellgraue Fan-T-shirt tragen?!
Nachmittags, auf dem Weg zum kleinen Markt in Kigeme sehe ich einen Jungen mit einem Metallica-Pullover vor mir und spreche ihn instinktiv drauf an. Ach nee, er kennt die gar nicht. Aber vielleicht kennt der Mann dort drüben ja die Organisation, die ihren Slogan auf seinem T-shirt stehen hat.
Aber der Junge dahinten, was hat er auf seinem Oberteil stehen? Moment… „Abifahrt-Loret de Mare“ ? Auf DEUTSCH??!

Anmerkung: Ich denke, ihr habt die Intention dieser kleinen Kurzgeschichte schon erfasst. Also bitte, bitte werft NIE wieder Kleidung in die Altkleidersammlung, auch wenn es angeblich für „einen guten Zweck“ ist. Zwar gehen die Sachen wirklich wie versprochen an „die armen Kinder in Afrika“, werden hier allerdings einfach nur weiterverkauft, zu Geld gemacht und zerstören den gesamten traditionellen Stoffhandel.
Die verschiedenen Kleidungsstücke habe ich wirklich so gesehen, bis auf das Loret-de-Mare-Tshirt; davon hat mir Wiebke, eine andere Freiwillige erzählt.

 

Ein Tag in Kigeme

Autor: Freddy | Datum: 27 Oktober 2012, 22:57 | Kommentare deaktiviert

Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE Zunächsteinmal möchte ich mich für meine lange Blog-Abwesenheit entschuldigen (Blog mit einem g sieht echt blöd aus, ich schreib’s mit 2 à Blogg-Abwesenheit). Zuerst hatte ich gar keine Zeit, dann wiederum gar keine Ideen, dann wieder keine Zeit und DANN 4 Tage Stromausfall. Also: Ich kann nichts dafür… ;-)

Wie sieht denn so ein Tag in meinem Dörfchen aus? Ich erzähl euch einfach mal von heute.
Im Krankenhaus (ich darf übrigens seit längerem als „Krankenschwester-Freiwillige“ arbeiten) gab es heute wenig zu tun, weil wir im Moment Schüler von einer Nursing School da haben und wir die Arbeit auf der Inneren somit durch acht teilen müssen. Also saß ich mit Jaquline und Verene (beide ca. 30) im Schwesternzimmer herum und wir flochten mir eine Million Zöpfe. Im Krankenhaus: Das sieht bestimmt gut aus!  […] Zuhause, vorm Spiegel: Oh mein… !!

Was soll’s, trotz Top-Frisur laufe ich zum Sportplatz (normalerweise arbeite ich bis 17 Uhr, heute darf  ich früher gehen) und treffe dort auf Maurice, mit dem ich mich zum Fußballspielen verabredet habe. „Sportplatz“ ist etwas übertrieben ausgedrückt, es gibt zwar einen großen Platz mit zwei Toren, wir spielen aber auf einer kleineren, freien Fläche, mit selbstmarkierten Toren.
Ich bekomme einen Jungen (Samuel) zugeteilt; Maurice nimmt sich einen anderen, für sein Team und dann geht das Spektakel auch schon los. Nach einigen Minuten erhöhte ich die Spieleranzahl auf drei („Hey du, komm in mein Team!“) und schließlich auf vier.
Fußballspielen neben einem 14.000-köpfigen Flüchtlingslager ist eigentlich sehr entspannend. Es stehen einfach so viele Kinder um das Feld und auf dem Feld herum, dass es kein Problem ist, wenn der Ball mal in den Wald (inkls. Abhang) oder auf die viel befahrene Straße (direkt daneben) fliegt – er wird sofort wiedergebracht.
Ich muss sagen…am Anfang schlage ich mich gar nicht soo schlecht. Für die Umstehenden bin ich, glaube ich, –als das einzige Mädchen auf dem Feld und dann auch noch weiß – das absolute Highlight des Tages. Ich werde lauthals mit „Muzungu“-Rufen (ob positiv oder negativ gemeint... keine Ahnung! :D ) unterstützt und schön ausgelacht, als ich einmal hinfalle (puh, zum Glück nur einmal!).
  Irgendwann merkt mein Team dann doch gemerkt, dass ich in Sachen Fußball auf Dauer talentfrei bin… die Umstehenden finden das sehr amüsant. Mittlerweile bin ich auch nicht mehr weiß, sondern knallrot. Und zu wem soll ich denn passen?? Im Augenwinkel sehen die alle gleich aus… nein, behalt den Ball schön bei dir, nicht zu mir, nicht zu mir – Fuck..sgerät. Puh, Glückstreffe, ich hab ein Tor gemacht. Jetzt hat ein Gegner den Ball und lacht mir feixend ins Gesicht…was ich brauche ist Rache! Ich könnte ihn auslachen, weil er in Schläppchen spielt (ich weiß, das ist gemein, aber manche Momente verlangen Gemeinheit)… oder ich könnte mich einfach geschlagen geben, weil er selbst in Badelatschen ungefähr 300Mal besser Fußballspielen kann, als ich –so wie alle Kinder hier, anscheinend!
Ich hege die dunkle Ahnung, dass ich in den Augen der Jungs am Spielfeldrand den Respekt verloren habe…dafür bildet sich aus den Mädels und Frauen meine eigene Fanriege, hihi! Als ich die Tatsache, dass meine Kondition am Ende ist, mit einem Positionswechsel in den Torraum überspiele und sogar einen Ball halte, ernte ich „Yeah“-Rufe, mit denen ich gar nicht gerechnet habe (angefeuert wird gar nicht). Juhuu, ich hab Fans, ihr nicht!!
Als das Spiel zuende ist (nach anderthalb Stunden!) , trägt meine Mannschaft sogar den Sieg davon und ich mache mich auf den Weg nach Hause… Was kann ich jetzt tun?

Ich beschließe, bei einem Bauern nach frischer Milch zu fragen. Ich  ziehe mit meiner leeren Flasche los, frage auf Kinyarwanda und verstehe die Antwort leider nicht soo genau. Anscheinend kann ich keine Milch kaufen (Topargumentation meinerseits: „Ariko mufite inka…!“ –„Aber Sie haben doch Kühe!“), weil die schon woanders verkauft wird und viele unbekannte Vokabeln weiter und sofort. Okee, geh ich halt woandershin.

Mein Weg führt mich zum Krankenhaus, wo ich in der Kantine zwei Chapati (die –superleckeren-Pfannkuchen hier) kaufe. Ich treffe auf eine ältere Frau, die vor sich hinsummt und frage sie einfach so, was sie denn singt. Sie singt mir das Lied –auf Kisuaheli- vor und …ich kann sogar auf Englisch mitsingen! Es ist ein Chorlied, das ich in Deutschland gelernt habe, „Down at the cross where my saviour died“. Witzig. Eigentlich kam mir das Lied so selten vor und jetzt stehe ich hier in Ruanda und höre haargenau dieselbe Melodie in dem Kisuaheli-Lied!

Weiter geht’s mit meinem Tag! Ich renne nach Hause, hole schnell Geld und flitze zum Zentrum von Kigeme, um meinen Stammladen zu besuchen. Von der Verkäuferin werde ich prompt eingeladen, sie mal zu besuchen. Ich kaufe Bananen, Kekse, Spaghetti und eine Schüssel, in der ich alles transportiere. Zeit, mich kulturell anzupassen! Ich nehme die Schüssel auf den Kopf und kann sie das letzte Stück den Hang runter zu meinem Haus sogar im Normalschritttempo ohne Hände tragen – Yeah, ich hab’s einfach drauf! :-P

Im Haus angekommen, klingelt das Handy und ein Schüler (Justif) von der Kigeme High School fragt mich, ob ich sie gegen 8 in der Klasse besuchen kann. Klaro kann ich, aber vorher führe ich noch mein Experiment durch, das ich mir für den Abend vorgenommen habe: Ich koche Bananenmarmelade.

Nach einer kurzen Wasch-Einlage mache ich mich auf, zu Justifs Klasse. Ich darf mich vor den ca. 30 Schülern vorstellen (und stelle mich dazu natürlich auf die Bank ;-) blöd kann man  sein) und dann wieder gehen, weil die armen kleinen Students jetzt „Self-Studying“ haben –um halb 9, abends!! Ich beschwer mich nie wieder über Hausaufgaben (ach nee, ich HAB hab ja quasi nie wieder Hausaufgaben… so‘n Pech!) ;-)


Das war mein Tag heute, bzw. mein Abend, nur damit ihr einen kleinen Einblick habt! Alles kann ich auch noch nicht erzählen, sonst bleibt mir nichts mehr für den Rundbrief. Also, bis zum nächsten Mal!
Eure Freddy


 

Mein Lieblingsspruch

Autor: Freddy | Datum: 27 Oktober 2012, 22:54 | Kommentare deaktiviert

Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE „You have to go to sports. You are fat.” (Dr. Jean-Luc, 19.10.)

“Hey, Frederika, you like the food here, that’s good! You got weight-me, I don’t like the Rwandan food.” (Dr. Kingsley (Nigeria), 21.10.)

“Yes, life is good here for you.
Uri munini!” (was das heißt, könnt ihr euch sicherlich denken! :D )
(Krankenhausdirektor beim Fellowship)

„Eeh, Fredelik, you are getting fat, that’s why you look so good!“ (Jean-Claude (24), 22.10.)

Zum Einen erstmal vielen Dank an die Menschen dieser netten Worte. Komischerweise weisen alle dabei immer auf meine Arme und machen eine kreisähnliche Bewegung mit den Händen, so als wollte sie meinen Oberkörper beschreiben. Selbst wenn ich meinen Bauch unter weiten Pullovern versteckt habe, wird mir das gesagt! Das macht mir doch etwas Angst… :D
Zum Anderen könnte sich Deutschland und sein Schlankheitswahn mal eine Scheibe von der ruandischen Einstellung diesbezüglich abschneiden! Bis auf ein Mal besitzt der Satz immer eine positive Konnotation –das finde ich gut. Ein Freund hat Mona, Manu und mir außerdem verraten, dass es für eine ruandische Frau sogar ein Kompliment ist, wenn man ihr sagt, sie sei dick. Nein, ausprobiert habe ich das noch nicht!  
Außerdem finde ich die Ehrlichkeit gut. Hier wird man auf fast alles hingewiesen, sowohl gute als auch nicht so gute Dinge, wie z.B. schmutzige Kleidung oder Ähnliches. Es ist nie Böse gemeint, es wird einfach nur gesagt.


 

Nuyungwe Rain Forest

Autor: Freddy | Datum: 27 Oktober 2012, 22:43 | Kommentare deaktiviert

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Letztens waren Manu, Mona und ich im Regenwald von Nebenan. Mit von der Partie waren außerdem drei Medizinstuden und noch ein Student (welches Richtung genau, hab ich leider vergessen, Biologie o.ä.). Zusammen mit Saskia [Schweiz], Tobi [Deutschland], Oystein [Norwegen] und Peter [Belgien] bildeten wir eine internationale Truppe.
Samstagabend kamen wir mit dem Bus an, übernachteten nach einem leckeren Abendessen im ortsansässigen Gästehaus und machten uns am nächsten Morgen früh auf den Weg.
Wir wählten die 6-Stundentour aus (die wir letztendlich in 5 Stunden geschafft haben, hehe), um möglichst viel zu sehen.
Der Wald war wirklich erstaunlich. An dieser Stelle von Ruanda hat sich das Land namentlich selbst übertroffen (Land der 1000 Hügel), d.h. die Kontinentalplatten haben hier besonders gute Arbeit geleistet. Es ging permanent rauf und runter, wodurch man aber durchgehend eine atemberaubende Aussicht hatte.
Dschungelpflanzen erstreckten sich in einem grünen Meer um uns herum und auch dem ein oder anderen Wasserfall konnten wir hallo sagen… ab und zu hätte man auch durch einen deutschen Wald gehen können (Ilexähnliche Gewächse und normales, trockenes Laub zu unseren Füßen), dann wieder hingen von lauter unbekannten Baumriesen Lianen und Schlingpflanzen herab.
Bei der Hälfte ungefähr machte der Regenwald seinem Namen alle Ehre: Wir wurden alle bis auf die Knochen pitschnass. Am Anfang war das eine gute Abwechslung zum verschwitzten Hitzegefühl von der anstrengenden Wanderung. Irgendwann wurde es allerdings etwas kalt…
Da kamen mir die Worte unseres Waldführers gerade recht: „We have a restaurant, where you can wait for the bus back!” Yess…restaurant!
Wieder oben, am Startpunkt, angekommen zogen wir uns um (bzw. die anderen, ich hatte beim Rucksack-Bepacken die Prioritäten eher auf Essen als auf Wechselklamotten gelegt-an Regen hatte ich irgendwie nicht gedacht^^) und wollten in das Restaurant gehen… das doch eine Kantine war…die irgendwie nur aus einem Gerüst mit Plane darüber bestand und zu zwei Seiten offen war. Es goss immer noch in Strömen und ich war mir sicher, ich würe innerhalb der nächsten Sekunden an Übernässung sterben!
Uns war allen ziemlich kalt und der Umstände wegen mussten wir einfach über die Situation lachen. Vor allem machten wir uns permanent über die „Kantine“ lustig. Dazu kam, dass der Bus einfach nicht kam und wir letztendlich zweieinhalb Stunden in durchnässten Hosen, T-shirts, Unterwäsche warteten. Diese 150 Minuten wage ich jedoch beinahe, zu den witzigsten meines Lebens zu zählen!

 

Sätze, die ich schon des öfteren vernommen habe...

Autor: Freddy | Datum: 01 Oktober 2012, 13:06 | Kommentare deaktiviert

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„Aaah, azi kinyarwanda!“  
(ein erfreutes Feststellen: „Sie kennt Kinyarwanda“ – wenn ich „Guten Morgen“ und „Mir geht’s gut“ usw. sage… dann werde ich meist mit Antworten und Sätzen auf Kinyarwanda zugebombt -weil ich es ja sprechen kann. Sollte ich jedoch einmal nicht die Vokabeln „vergeben“, „erwarten“ o.ä. kennen, wird mir eindringlich geraten, diese Sprache doch zu lernen. :D )

„You have good venes. I want to take your blood.“
(U.a. von Elois, ein Student, der im Labor arbeitet. Die Ehre, mir Blut abzunehmen, bekam er sogar kurz darauf, als ich krank war und auf Malaria getestet werden sollte. Keine Sorge, es war nichts weiter Schlimmes. Allerdings bin ich neidisch, ich will auch endlich mal Blut abnehmen dürfen.)

„Muzuuuungu!“
(„Ja, das hast du sehr gut festgestellt mit deinen mindestens 18 Jahren, dass ich eine Europäerin bin. Wow, klasse. Vielleicht sollte ich auch immer „Afrikannner!!“ rufen, wenn ich dich sehe.“ Insgesamt jedoch drückt dieser Ruf bei Kleinkindern Freude aus. Man ist hier in weiß eben eine Seltenheit (für die Erwachsenen, die schon mehr gesehen haben in ihrem Leben, natürlich weniger) Letztens bin ich an drei kleinen Kindern vorbeigelaufen, die gespannt irgendwoanders hinstarrten. Als ich schließlich in ihrem Blickfeld war, hörte ich nur wie sie die Luft anhielten, sich verschluckten und dann um so lauter und überraschter „Muzungu!!“ zu rufen. Das war ziemlich niedlich :D )

„Give me my money“
(Das nervt irgendwann ziemlich. Der Satz zeugt vielmehr von schlechtem Pubertäts-Benehmen der 12-15 Jährigen, die sich freche Sprüche trauen. Alle Jüngeren Kinder sind in der Regel total lieb. Schwierig wird es jedoch wirklich, wenn ab und zu fünf- oder sechsjährige Flüchtlingskinder vor meinem Haus warten und mich nach Brot fragen („Mufite umugati“), da dieser Satz wirklich vom Hunger herrührt. )

„Ich hasse dich“.
(Die Katze des Bischofs, die andauernd zu Besuch ist und so lange vor der Tür miaut, bis ich sie reinlasse. Sie heißt Lowis (jedenfalls, seit ich hier bin). Den oben genannten Satz wirft sie mir z.B. entgegen, wenn ich „Katzenwerfen“ spiele und sie aus dem Haus werfe (ich liebe es, dass Katzen immer auf ihren Pfoten landen und ich sie deshalb wirklich werfen kann! Das macht so Spaß!). Oder wenn ich sie bitte, vom Tisch zu gehen. Das macht sie natürlich auch (nachdem ich den Sinn meiner Worte mit einem Glas Wasser über ihrem Kopf erläutert habe). Lowis gehorcht so gut!! Ansonsten ist sie superniedlich… wenn sie z.B. eingerollt auf dem Sofa oder auf meinem Bett liegt…da fällt es mir schwer, sie runterzuschicken. )

„I love you./Je t‘aime“
 (Alle möglichen Mädels, die ich hier kennenlerne: Ange, eine kongolesische Patientin im Krankenhaus, Mathilde, eine Gefängnisaufseherin, Chantal, ein Mädchen aus dem Chor, … die meisten hier sprechen nur Kinyarwanda und kennen den Unterschied zwischen „I like you“ und „I love you“ nicht, aber das ist egal. Jeder weiß, was gemeint ist und es ist einfach superschön, sich das gegenseitig zu sagen, ob es nun sprachlich richtig ist oder nicht!)

„Are you married?“
(Weil ich den Ring meiner Omi ständig trage. Dann erkläre ich, dass es einfach nur ein Geschenk ist. Von diesem Satz wird übrigens dann festgemacht, ob ich ein Kind oder eine Frau bin. Nicht verheiratet – also ein Kind (und auch noch erst 19!! Ich meine, jedes kleine Kind könnte ja für ein Jahr in ein wildfremdes Land fliegen und dort alleine leben). Dementsprechend verwundert werde ich angeschaut, wenn ich sage, dass ich alleine koche und sogar waschen kann. Unglaublich!)

 

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