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Das Camp de Refugées

Autor: Freddy | Datum: 07 September 2012, 21:32 | Kommentare deaktiviert

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Kigeme ist ein sehr schöner Ort. In der Mitte steht die Kirche, daneben ist ein kleiner Markt und das Zentrum, in dem man Dinge für den alltäglichen Gebrauch erwerben kann. Die Dörfer sind hier in der Gegend auf den Hügeln/Bergen (you remember, Land of a thousand Hills ;-) ) gebaut, während sich unten im Tal der landwirtschaftliche Teil abspielt (Kühe und Ziegen weiden; die meisten Äcker sind dort). Von der Kirche geht der Weg also auf der Hügelkuppe entlang, bis er zum Krankenhaus führt. Davor kann man zur Kigeme High School abbiegen. Hier in der Nähe steht auch das Haus, dessen einen Teil ich bewohne.
 In Kigeme ist es tagsüber niemals leise. Der Lärm kommt von tausenden von Stimmen aus einem Flüchtlingslager, das direkt am Dorf angrenzt. Hier finden Menschen, die aus dem Kongo ausgereist sind, Zuflucht [ich weiß nicht genau ob es Kongolesen oder ehemalige Ruander sind; mir wurde schwammig erklärt, dass es Ruander sind, die vor vielen Jahren ausgewandert sind. Sie sprechen jedenfalls Französisch und Kinyarwanda.] .
In meiner ersten Woche wurde ich von einem Bekannten aus dem Guesthouse ins Camp de Refugées mitgenommen. Der Anblick war zunächst erschreckend. Tausende kleine Hütten, gebaut aus Holzpfählen und weißen Unicef-Planen erstreckten sich über den gesamten Berg. Wenn es regnete (und wir haben leider Regenzeit), fließt das Wasser in Strömen den Hang hinab, sodass die Menschen dem Regen schutzlos ausgeliefert sind.
 Wir liefen einmal um das Camp herum und je höher und weiter wir kamen, desto mehr Kinder kamen auf uns zu. Jedes wollte meine Hand halten und sie riefen unentwegt „Umuzungu“ ( Weiße/Europäerin). Ich glaube, ich weiß jetzt ungefähr, wie Jesus sich gefühlt haben muss, damals. Insgesamt hatte ich am Ende eine Schar von etwa 30 Kindern um mich herum. Ich wäre gerne länger dageblieben.

 

Die ersten Tage...

Autor: Freddy | Datum: 07 September 2012, 21:27 | Kommentare deaktiviert

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Zwei Wochen bin ich jetzt schon hier…ich erzähle kurz einmal, was ich bisher alles gemacht habe.
 Bis vor kurzem (Dienstag) habe ich im Gästehaus der EAR Diözese gewohnt. Das gab mir Gelegenheit, mich mit den Kindern (Elois, 3, Olivia, 10, Pascaline,  14, Emmanuela, 23 und noch einige mehr)  der zwei Häuser gegenüber anzufreunden. Jeden Nachmittag nach der Arbeit saßen wir zusammen draußen, um Karten zu spielen, Freundschaftsbändchen zu knüpfen oder mit den vorbeigehenden Leuten zu reden.  Zudem habe ich die Angestellten des Guesthouse kennengelernt, die mir, als ich umgezogen bin, bei allem geholfen haben und mich jetzt ab und zu besuchen.
 3 Minuten Fußweg im europäischen Tempo und 5 Minuten mit Normalgeschwindigkeit braucht man, um zum Krankenhaus zu kommen. Dort habe ich bisher im H.I.V.-Office gearbeitet, wo ich z.B. Patientendaten in den PC eingegeben habe. Das Office verfügt über die gesamten Akten der HIV-Patienten und verwaltet z.B., wann die nächsten Untersuchungen gemacht werden müssen und welche Medikamente verabreicht werden.
 Heute (Freitag, 07.09.) wurde ich in die Mediatrie eingeladen, wo mir alles über die Geburt, Notfallmedikamente bei der Geburt und biologische Abläufe im Körper sowie die verschiedenen Stadien während einer Geburt erklärt wurde. Gerade lag eine Frau im zweiten Stadium (Zeichen sind z.B. Erbrechen und eine Art Scheinwehen), brauchte aber einen Kaiserschnitt (warum weiß ich nicht genau).
 Ich durfte mit in den OP und konnte alles genau beobachten. Es war total spannend! Ich beneidete die OP-Schwester um ihre Position, die NOCH näher am Geschehen stand. Es ging allerdings total schnell, der Bauch wurde aufgerissen, der Uterus aufgeschnitten und schwupps wurde das Baby herausgezogen (sprichwörtlich fast an den Haaren, so sah es jedenfalls aus). Es war so niedlich! [also, das Baby], mit schon ganz viel schwarzem Haarflaum  und rosaroter Haut. Total cool!

 

In den Startlöchern...

Autor: Freddy | Datum: 24 August 2012, 18:57 | Kommentare deaktiviert


Morgen geht's los, es ist soweit! Je später der Abend wird, desto mehr fällt mir ein, was ich noch zu erledigen habe...

Dafür sind die Koffer schon gepackt! Ich bin stolz auf Mama und mich. Sie hat meine Abreise übrigens am treffendsten beschrieben:

"Ohne dich wird es zwar ordentlicher, aber leerer."


 

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